Pressemitteilung zur Bewertung des SEV

Die umfangreichen Vorplanungen zur Streckensperrung Düren – Aachen haben sich aus Sicht des FGBR bisher ausgezahlt. Das Servicepersonal in Düren hat in den ersten Tagen gute Arbeit geleistet.

Einzig falsche und verwirrende, automatische, Ansagen an den Bahnsteigen konnten bisher nicht abgeschaltet werden.

Die Koordination zwischen Personal am Bahnsteig und am Bussteig hat sich bewährt. Der Buskoordinator ist über die ankommenden Züge und Fahrgäste informiert und kann entsprechend handeln. Die kurzzeitig aufgetretenen Kapazitätsprobleme hat die DB schnell aufgegriffen und schon für den kommenden Tag neue Umläufe geplant.

Eine in den Vorplanungen nicht genügend beachtete Problematik ist das Zusammentreffen der Bahnpendler mit den Fahrgästen der Linien 237, 298 und SB 98. „Die Haltestellen dieser Buslinien wurden für den SEV verlegt, leider bemerken dies die entsprechenden Fahrgäste nicht“. Evtl. könnte man die entsprechenden Haltestellenmasten abkleben.

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Bewertung SEV – Gespräch Fahrgastbeirat mit DB Regio am 30.06

DB Regio hat die Vorgespräche mit dem Fahrgastbeirat als wertvoll bezeichnet, da viele Anregungen berücksichtigt werden konnten.

Gemeinsam war man heute der Ansicht: Das Servicepersonal in Düren macht gute Arbeit!

Die Buskoordinatoren in Aachen und Düren sind wichtig und die Tätigkeit hat sich bewährt.

Die Kapazitätsprobleme zwischen Düren und Aachen, bei gleichzeitigen Reserven nach Weisweiler, hat die DB schnell aufgegriffen und schon Montag den Buseinsatz neu geplant.

Man hatte erwartet, dass etwa 50 % den SB nehmen und 50 % über Weisweiler und die Euregiobahn fahren. Die Reisezeiten sind etwa gleich lang und über Weisweiler ist es für Fahrgäste mit großem Gepäck leichter. Tatsächlich nutzen aber 70 % den SB und deshalb wurden dafür nun mehr Busse eingeplant.

Probleme im Fahrverlauf durch eine Baumaßnahme von Straßen NRW in Düren waren Montag einmalig durch Umstellung der Signalsteuerung bedingt und sollen sich nach Zusage von Straßen NRW gegenüber dem Fahrgastbeirat in der Ferien nicht wiederholen.

Das Problem des defekten Zugzielanzeigers an Gleis 1 hat man inzwischen behoben, indem er als defekt gekennzeichnet wurde. Dass die automatischen Ansagen nicht optimal sind, wird gemeinsam festgestellt. Hier ist eine Lösung leider nicht kurzfristig möglich. Zusätzliches Personal im regionalen Zugansagezentrum Köln könnte da helfen.

Ein Problem ist, dass immer noch viele Leute zum RE 1 auf Gleis 3 gehen wollen und den gelben Fahrplanaushang missachten. Wir hatten vorschlagen, an den Treppenaufgängen zusätzliche Schilder zu machen.

Zum Beispiel so: An Aufgang 1 und 3: „Zügen des RE 1 – Abfahrt je zu Minute 17 fahren i.d.R. auf Gleis 1! Bitte gelben Sonderfahrplan beachten.“

Das örtlich eingesetzte Personal hat aber darauf hingewiesen, dass der RE 1 in Ausnahmefällen auch von anderen Gleisen fuhr und dass man sich da lieber auf das Servicepersonal verlassen soll. Eine gut gemeinte Info, die dann in Einzelfällen doch falsch ist, bringt nichts.

Ein zweites Problem ist in Düren, dass die Leute für planmäßige Busse wie den 237 oder 298 und SB 98 an den Haltestellen des SEV warten und nicht mitbekommen, dass sie da vorübergehen falsch sind. Wenn sie dann mal endlich jemanden fragen, ist der Bus u.U. gerade weg.

„Die kleinen Schildchen im Fahrplankasten beachtet kein Mensch“, so Imke Grenzdörfer aus dem Beirat.

Es sind Lagepläne des ZOB in A3 aufgehängt worden. Zusätzliche Ausdrucke, die mit einem Text darauf hinweisen, dass Linienbusse vorübergehend an anderen Bussteigen fahren, wurden heute vom Fahrgastbeirat selbst in Absprache mit der DB angebracht.

Der Fahrgastbeirat wird die Maßnahmen weiter beobachten und begleiten. Anregungen und Beschwerden werden wir gerne sichten und weiterleiten.

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Sperrung bei der Bahn: Oft hilft nur ein kurzer Sprint

Damit auch hier eine Information zu der Baustelle, diesmal Aachen betreffend erfolgt und nicht nur für Düren, hier ein Bericht aus AZ-web.de für alle zum Nachlesen:

Sperrung bei der Bahn: Oft hilft nur ein kurzer Sprint
Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung: 28. Juni 2015, 18:36 Uhr

Aachen. Es ist Samstagmorgen, 8 Uhr, und der erste richtige Tag der Sommerferien in NRW. In unserer Stadt freuen sich viele Familien auf den beginnenden Urlaub. Wäre da nicht eine Hürde. Es gilt noch mit der Bahn zu fahren. Für die einen geht es mit dem Zug zum ersehnten Urlaubsziel, für die anderen bis zum nächsten Flughafen. Wir haben uns umgesehen. Am Hauptbahnhof herrscht Trubel. Wer mit dem Zug in Richtung Köln in den Urlaub startet, muss starke Nerven mitbringen: Auf dem Weg in die andere Domstadt gibt es an diesem Morgen trotz Info-Kampagne im Vorfeld für manchen eine Überraschung: Die Strecke zwischen Aachen und Düren ist für sechs Wochen wegen Bauarbeiten gesperrt. Ab Hauptbahnhof wurde in der Nacht zum Samstag ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Bis Montag, 10. August, 4.30 Uhr, werden rund 55.000 Meter neue Schienen auf der Strecke zwischen Stolberg und Düren sowie in Aachen Rothe Erde erneuert. Außerdem werden in dieser Zeit in Langerwehe zwei Weichen aus- und wieder eingebaut. 46 000 Schwellen und rund 100 000 Tonnen Schotter werden ausgetauscht.

Zwar hat die Deutsche Bahn schon seit Tagen mit Plakaten und Durchsagen in ihren Zügen auf die Sperrung hingewiesen. Manch ein Reisender zeigt sich dennoch überrascht, dass er nun in den Schnellbus umsteigen muss. „Da wurde im Vorfeld zu wenig informiert“, beklagt Sibylle Beisicht. Auch sei die Haltestelle für den Schienenersatzverkehr an der Hackländerstraße gerade für Reisende mit viel Gepäck oder ältere Menschen mit Rollator zu weit entfernt. Zeitlich wird es schon mal eng, viele rennen förmlich in Richtung SEV-Bus. Hier wartet Marvin Höninger von der DB-Verkehrsaufsicht auf die Fahrgäste. Mit einer Engelsgeduld informiert er über die benötigte Fahrzeit bis Düren. Rund eine halbe Stunde extra Fahrtzeit muss man pro Strecke nun einplanen.

„Die Schnellbuslinie zwischen Aachen Hauptbahnhof und Düren dient als Direktverbindung ohne Zwischenhalt“, sagt Uwe Müller, Leiter der Abteilung Verkehrsmanagement der Stadt Aachen. Ein Beispiel: Wer morgens um 10.12 Uhr in Köln mit dem Rhein-Sieg-Express ankommen möchte, muss 32 Minuten länger einplanen und sich um 8.50 Uhr (statt 9.18 Uhr) an der Hackländerstraße an der provisorischen Haltestelle einfinden.

„Bislang läuft es reibungslos, die Busse fahren pünktlich ab. Knubbeln wird es sich voraussichtlich um die Mittagszeit und in der Woche“, sagt Höninger am ersten Vormittag. Natürlich zeigen einige Fahrgäste Unverständnis, dass die Baumaßnahme ausgerechnet in der Ferienzeit stattfindet. Besonders den Bahnmitarbeiter, der in der Eingangshalle des Hauptbahnhofs für Fragen bereit steht, erreicht häufig der Unmut.

„Manche wissen noch nichts von der Sperrung, laufen hoch zum Gleis und trauen sich erst später nachzufragen“, erklärt Ali Mehmed. Dann ist der Zug allerdings nicht nur sprichwörtlich abgefahren. Glück hat an diesem Morgen ein Reisender auf dem Weg zu einer Hochzeit in Köln: Thomas Schneider war durch einen Zufall früher am Bahnhof, so dass er noch „auf den letzten Drücker“ den Bus erreicht hat.

Hinweisschilder zu klein?
Vom Schienenersatzverkehr hatte er zuvor nichts gewusst. „Die kleinen Hinweisschilder im Bahnhofseingang sieht man auch nicht auf den ersten Blick. Aber nun schaffe ich es noch pünktlich zu meinen Freunden in die Kirche“, freute er sich. Und auch für die Reisenden, die in den nächsten Tagen in die Ferien starten bleibt zu hoffen, dass Engpässe und Wartezeiten sich in Grenzen halten.

Presseinformation des NVR

Die SPNV-Qualität im Rheinland ist auch 2014 verbesserungswürdig
S-Bahn pünktlichstes Verkehrsmittel auf der Schiene – Schlusslicht bilden RE-Linien

Köln. Mit einer durchschnittlichen Verspätung von 1,3 Minuten pro Fahrt sind die S-Bahnen die pünktlichsten Verkehrsmittel auf der Schiene. Die Regionalbahn-Linien schneiden mit 2,2 Minuten bereits deutlich schlechter ab und das Schlusslicht bilden auch diesmal die Regionalexpress-Linien mit einer durchschnittlichen Verspätung von 2,7 Minuten pro Fahrt. Dies ist das Ergebnis des zweiten Berichts zur SPNV-Betriebsqualität, den der Nahverkehr Rheinland (NVR) jetzt für das Jahr 2014 vorlegte.

Rhein-Sieg Express RE 9 pünktlichste RE-Linie
Die Pünktlichkeit hat sich insgesamt gegenüber dem Vorjahr leicht verschlechtert. Ursachen sind die Folgen des Unwetters „Ela“ zu Pfingsten 2014 sowie die Probleme bei der Einführung des Kölner Dieselnetzes. Insbesondere die Linien RE 1 (3,85 Minuten durchschnittliche Verspätung pro Fahrt) und RE 5 (4,55 Minuten) weisen ein schlechtes Pünktlichkeitsniveau auf. Gründe dafür sind der stark belastete Korridor Köln – Düsseldorf – Duisburg, Baustellen, lange Fahrgast-wechselzeiten zur Hauptverkehrszeit und Überholungen durch den Fernverkehr. Um die Pünktlichkeit zu verbessern, setzt die DB Regio AG ab Herbst 2015 sukzessive leistungsstärkere Loks auf den beiden Linien ein.

Eine deutliche Verbesserung der Pünktlichkeit konnte inzwischen beim Rhein-Sieg-Express RE 9 (RSX) erreicht werden. Die Linie liegt u. a. nach dem Wegfall der Langsamfahrstelle Niederhövels-Scheuerfeld auf Platz eins der RE-Pünkt-lichkeit.

Unter anderem die Regionalbahnlinien RB 20, MRB 26, RB 27 und RB 38 konnten die Pünktlichkeitswerte im Vergleich zum Vorjahr verbessern, Verschlechterungen im Vergleich zu 2013 erlebten die RB 25 (Oberbergische Bahn) und die damalige RB 23 (heute S 23) des Vareo-Netzes sowie die RB-Linien 33, 39 und 48.

Die Linie S 6 (1,71 Minuten) weist im Vergleich zu den anderen S-Bahn Linien eine schlechtere Pünktlichkeit auf. Durch den Wagentausch zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 konnte aber bereits eine Verbesserung der Pünktlichkeit erzielt werden. Hier kommen nun Doppeltraktionen der Baureihe 422 zum Einsatz und der Betrieb hat sich weitgehend stabilisiert.

Zugausfallquote insgesamt leicht gestiegen
Insgesamt liegt die Ausfallquote bei knapp über drei Prozent, 2013 lag sie noch darunter. Ein Großteil der Ausfälle ist durch Bau- und Instandhaltungsarbeiten bedingt, etwa die Gleiserneuerungsarbeiten auf der Hohenzollernbrücke. In der Regel konnten im Falle von Baustellen Umleitungen oder ein Schienenersatz-verkehr eingesetzt werden. Problematischer waren technisch bedingte Ausfälle, die auch auf die Folgezüge auswirkten. Zu den weiteren Ursachen für den Anstieg der Ausfallquote zählt auch der Streik der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) im Oktober und November des vergangenen Jahres.

Weitere Doppelstockzüge sorgen bei RE 9 für größere Kapazität
Auch in der Kategorie „Kapazität“ weisen die S-Bahnen die besten Werte auf. Am schwächsten schneiden die RB-Linien ab. Die Kapazitätsausfälle auf der Linie RE 9 konnten im Vergleich zum Vorjahr von 4,6 Prozent auf 2,9 Prozent deutlich verringert werden. Trotzdem besteht weiterer Verbesserungsbedarf. Für diese Linie verspricht die Hinzunahme weiterer Doppelstockzüge zukünftig weitere Entspannung.

Ziel des Berichtes ist die zeitnahe Umsetzung von Verbesserungen
Der NVR legt den SPNV-Qualitätsbericht seit 2014 auf. „Mit Blick jeweils auf das vorangegangene Jahr nehmen wir die Stärken und Schwächen des Nahverkehrs auf der Schiene unter die Lupe. Wir möchten damit einen Anstoß für Optimie-rungen geben, die an vielen Stellen noch notwendig sind, und so zur Erhöhung der Kundenzufriedenheit beitragen. Die Ergebnisse des Berichtes fließen direkt in die Qualitätsarbeitskreise mit den Eisenbahnunternehmen ein – mit dem Ziel, konkrete Verbesserungen zeitnah umzusetzen“, so NVR-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober.

Den Bericht finden Sie unter folgendem Link: https://www.nvr.de/fileadmin/Dateien/PDF/NVR_Qualitaetsbericht_2014.pdf

Die Aachener Zeitung bietet Mitfahrbörse für Berufspendler an

Berufspendler aufgepasst: In den Sommerferien baut die Bahn auf der Strecke zwischen Aachen und Düren. Los geht’s am 26.06.2015. Bauende ist für den 10.08.2015 geplant.

Damit ihr trotzdem pünktlich ankommt, könnt ihr hier Fahrgemeinschaften bilden: Einfach schreiben, ob ihr Fahrten „sucht“ oder „anbietet“.

http://bit.ly/MFZ-AN


Infos der Bahn findet ihr unter

http://bauarbeiten.bahn.de/docs/nrw/infos/RE1_9_RB20_2606-10082015_plakat.pdf.

Neu am Bahnhof Düren!!

Die Pressemitteilung hat offensichtlich doch Wirkung gezeigt und wir können erfreut vermelden, dass endlich der Aufzug an Gleis 1 wieder funktioniert. Auch wieder in Betrieb ist die Uhr im Eingangsbereich, so dass man sich wieder aufeine aktuelle Uhrzeit verlassen kann.

Über die weiteren „Verbesserungen“ werden wir natürlich wieder berichten.