Auch das muss mal gewürdigt werden, Schwerstarbeit bei dieser Hitze

Ein Artikel aus az-web.de:
Bahnbauarbeiten: 300 Meter Gleise in einer Schicht
Von: Claudia Schweda

Staubige Hitze: Der neu aufgebrachte Schotter beim Bahnhof Aachen Rothe Erde wird planiert, bevor die neuen Schwellen und Schienen ins Gleisbett gelegt werden können. Foto: Harald Krömer
Staubige Hitze: Der neu aufgebrachte Schotter beim Bahnhof Aachen Rothe Erde wird planiert, bevor die neuen Schwellen und Schienen ins Gleisbett gelegt werden können. Foto: Harald Krömer
Aachen. Gleise zu erneuern, ist eine mühevolle Arbeit. Wie mühevoll, kann derzeit jeder im Bahnhof Rothe Erde in Aachen beobachten. Dort arbeitet einer der Bautrupps, von denen auf der Strecke zwischen Aachen und Düren noch bis zum 10. August, 4.30 Uhr, gleichzeitig drei unterwegs sind.

Ein weiterer Trupp arbeitet ebenfalls schon seit Samstag zwischen Langerwehe und Düren, und ab Freitag kommen die Arbeiten auf der Strecke zwischen Eschweiler und Stolberg dazu. Das ist der Grund, warum sich täglich 4000 Bahnkunden nur noch mit Ersatzbussen oder teils auch mit der Euregiobahn zwischen Düren und Aachen bewegen können.

Rund 30 Minuten länger unterwegs zu sein, ist nicht wirklich komfortabel. Die Situation der Bauarbeiter ist es ebenfalls nicht. Es sind 32 Grad im Schatten an diesem Donnerstagmittag, als ein Arbeiter das Schweißgerät anzündet und die Gleise durchtrennt. Rund zehn Minuten müht er sich an einer Stelle. Vier Mal muss er das machen, dann ist ein Gleisabschnitt zum Abtransport bereit. Danach wird der 30 Zentimeter tief liegende Schotter vom Bagger ausgehoben und der Boden geglättet, bevor wieder Schotter aufgebracht wird. Dann kommen die Schwellen, die Schienen und dann noch mal Schotter.

Es gibt Maschinen, sogenannte Umbauzüge, die all das in einem Arbeitsgang machen. 100 Meter schaffen die nach Angaben des Bahnsprechers Manfred Ziegerath in der Stunde. 30 Millionen Euro kostet eine dieser Maschinen. Die Bahn besitzt zwei davon. Aber allein in NRW gibt es derzeit sechs Großbaustellen.

Auf der Strecke Aachen-Düren wird konventionell gebaut. Mit Schweißbrenner, Bagger und von Menschenhand. Das dauert natürlich länger. Außerhalb der Bahnhöfe würde man etwa 300 Meter in einer Schicht schaffen, schätzt der Polier, Thomas Mayer. Im Bahnhof – ohne Nachbargleis – „vielleicht 80 Meter“. 55 Kilometer haben die Bauarbeiter in den sechs Wochen vor sich. Projektleiter Alfred Stitz sähe bei den Arbeiten zwischen Aachen und Düren aber keine Möglichkeit, die schnelleren Umbauzüge einzusetzen. Die komplizierte Logistik verbiete das, weil während des Umbaus gleichzeitig der alte, über die Jahre rund gewordene Schotter zur Wiederaufbereitung nach Stolberg in die Vereinigten Schotterwerke transportiert werden müsse – über die Gleise auch an der Baustelle zwischen Stolberg und Eschweiler vorbei. 100.000 Tonnen Schotter werden dort während der Bauarbeiten wieder scharfkantig gemacht, und als neuer Untergrundschotter an die Gleise zurückgebracht.

Die Variante, die Strecke komplett zu sperren und zügig durchzubauen, würde natürlich Geld sparen, sagt Projektleiter Stitz. Aber bei einer eingleisigen Sperrung hätte über ein halbes Jahr ständig gebaut werden müssen. „Das ist auch eine große Belastung für die Reisenden.“

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„ÖPNV-Specials“ zum Christopher Street Day

Mit dem CSD-Ticket für 18 Euro vom 3. bis zum 5. Juli verbundweit mobil/Sonderverkehre zur CSD-Parade

Köln. Mehrere Hunderttausend Besucher werden auch zum diesjährigen dreitägigen Christopher Street Day erwartet. Höhepunkt: die große Parade am Sonntag von der Deutzer Brücke bis zum Andreaskloster im Schatten des Doms. Damit die Gäste ausgelassen feiern und trotzdem mobil sein können, bieten der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) und seine Verkehrsunternehmen Besuchern ein schlagend günstiges Ticketangebot: Das TagesTicket 1 Person der Preisstufe 4 für 18 Euro ist während des CSD drei Tage lang verbundweit gültig und wird so zum „CSD-Ticket“. Partyhungrige können also von Freitag, 3. Juli, ab 14 Uhr bis Sonntag, 5. Juli (Betriebsschluss/3 Uhr nachts) nicht nur kreuz und quer durch Köln, sondern auch im erweiterten VRS-Netz unterwegs sein. Eingeschlossen sind der „kleine Grenzverkehr“ zum benachbarten Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) sowie Fahrten zwischen VRS und den Kreisen Ahrweiler, Altenkirchen, Neuwied und Vulkaneifel.

Aufgepasst beim Ticketkauf

Das CSD-Ticket gibt es an allen Ticketautomaten, bei den Busfahrern und in den Vertriebsstellen der VRS-Verkehrsunternehmen. Das TagesTicket 1 Person kann auch im VRS-Ticketshop als CSD-Ticket erworben werden, als Reisedatum muss unbedingt der 3. Juli 2015 angeben werden.

Achtung: Tickets aus den Automaten sind bereits entwertet. Deshalb sollte das CSD-Ticket am Automaten frühestens am 3. Juli 2015 um 14 Uhr gekauft werden. Im Vorverkauf erworbene Tickets sollten ebenfalls erst am 3. Juli 2015, ab 14 Uhr entwertet werden, da das Ticket ansonsten als „normales“ TagesTicket nur einen Tag lang gilt.

Sonderzüge aus Richtung Hamm-Dortmund-Wuppertal zur CSD-Parade am Sonntag
Damit die Besucherströme problemlos die große CSD-Parade am Sonntag (5. Juli) erreichen, setzen Nahverkehr Rheinland (NVR) und DB Regio NRW außerdem an diesem Tag zusätzliche Züge ein. So fahren Sonderzüge aus Richtung Hamm, Dortmund, Wuppertal und Solingen und zurück.
Die genauen Abfahrzeiten finden sich im Internet unter: http://www.vrsinfo.de/fileadmin/Dateien/FP/PDF/DB_RE1_RB48_Sonderzuege_zum_CSD_in_Koeln_05072015.pdf

Auch die Kölner Verkehrs-Betriebe verstärken ihren Stadtbahn-Verkehr. Informationen finden Sie unter folgendem Link:  http://www.kvb-koeln.de/german/nachrichten/view.html?action=shownews&id=2563