Kaiserplatz gesperrt

Heute in der Presse:

Fahrgastbeirat kritisiert Entscheidung der Stadt

Düren. Wegen der Autoschau am morgigen Sonntag wird der Kaiserplatz in Düren für den Linienverkehr gesperrt. Der Fahrgastbeirat des Kreis Düren moniert den Plan der Stadt in einer Mitteilung. „Fahrgäste des Nahverkehrs müssen sich mit unkomfortablen Wartezonen und längeren Umsteigewegen abfinden, damit auf dem Kaiserplatz eine kommerzielle Veranstaltung stattfinden kann,“ heißt es in dem Schreiben.

Des Weiteren kritisiert der Beirat, dass die Stadt Düren sich nur „oberflächlich um eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs“ bemüht. Schließlich haben Politik und Verwaltung vergangenes Jahr zugesichert, dass die Autoschau an einem anderen Ort stattfinde.

Jetzt will der Fahrgastbeirat prüfen, wie viel von den Veranstaltern beigesteuert wird, damit die Linienwege umgeändert und Haltestellenschilder in der Schenkelstraße auf- und abgebaut werden.

Die Autoschau findet zum 38. Mal statt und wird von der Kraftfahrzeug-Innung Düren – Jülich veranstaltet. Von 10 bis 18 Uhr können Passanten Neu-Wagen von 20 Ausstellern anschauen.

Quelle: Dürener Zeitung vom 27.08.16

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City-Tarif

Düren. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember wird in Düren der neue City-Tarif eingeführt. Das kündigt der SPD-Fraktionsvorsitzende und „Ampel“-Sprecher Henner Schmidt an. Eine entsprechende Vereinbarung mit dem Aachener Verkehrsverbund sei unterschrieben. Damit setzt die Koalition im Stadtrat eines ihrer wichtigsten Ziele zur Ankurbelung des ÖPNV um. Für 1,90 Euro können Fahrgäste ab Mitte Dezember quer durch die Stadt fahren. Der City-Tarif ist zeitlich erst einmal auf zwei Jahre befristet und wird pro Jahr mit 150 000 Euro aus dem städtischen Haushalt subventioniert.

Quelle: Dürener Zeitung vom 25.08.16

Nietan fordert Absicherung der DKB-Beschäftigten

Das sieht Landrat Wolfgang Spelthahn nicht viel anders. Neuer Nahverkehrsplan könnte das Aus für die Dürener Kreisbahn bedeuten.

Kreis Düren. Acht Jahre ist es schon her, da konnte die Dürener Kreisbahn (DKB) am 6. Oktober ihr 100-jähriges Bestehen feiern. Ob die Tochtergesellschaft des Kreises am 6. Oktober 2018 noch auf ihr 110-Jähriges anstoßen kann, ist allerdings fraglich. Nach dem Beschluss des Kreistages, den neuen Nahverkehrsplan europaweit auszuschreiben, sieht nicht nur der Dürener Bundestagsabgeordnete Dietmar Nietan (SPD) das Unternehmen in seiner Existenz bedroht – und die Arbeitsplätze gleich mit. Seine Forderung: Der Kreistag müsse nun in der Ausschreibung zur Vergabe der Leistungen die Übernahme der Beschäftigten zu heutigen Tarifkonditionen als Bedingung festschreiben.

Nietan: „Der Kreis hat eine Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitern seiner Unternehmen.“ Zudem hätten die Mitarbeiter auch einen Anspruch darauf, dass der Kreis schnellst möglich Klarheit über die berufliche Zukunft der Beschäftigten schaffe.

Ursprünglich wollte der Kreis den neuen Nahverkehrsplan per Direktvergabe an das Eigenunternehmen DKB vergeben. Dazu hätte die Dürener Kreisbahn allerdings mindestens 50 Prozent des Auftragsvolumens selbst bedienen müssen. Bei einer Ausdehnung des Streckennetzes wäre das von der DKB aber nicht zu leisten gewesen. „Den Ausbau der DKB hat es als Szenario nie gegeben“, kritisiert Nietan, der sich zudem darüber wundert, dass die europaweite Ausschreibung „erst nach der Wahl des Landrates“ auf der Tagesordnung gestanden habe. Bis dahin sei immer von einer Eigenvergabe die Rede gewesen. „Dass man aber alle Wünsche der Bürgermeister bedient und dann eine Million Streckenkilometer mehr ausschreibt, war ja schon länger bekannt.“ Dabei ist Nietan grundsätzlich für die Ausweitung des Angebotes. „Diese verkehrs- und umweltpolitisch richtige Entscheidung begrüße ich ausdrücklich“, betont er – sie dürfe eben nur nicht zulasten der Beschäftigten gehen.

Geht sie dann zulasten der Kunden oder der Kommunen? Eine Million zusätzliche Streckenkilometer im neuen Nahverkehrsplan könnten Kosten von 1,5 Millionen Euro verursachen. Ein höherer Zuschuss durch den Kreis dürfte unwahrscheinlich sein, zumal der es auf die Kreisumlage umrechnen würde. Nietan: „Diese Mehrbelastung durch eine europaweite Ausschreibung abmildern zu können, ist eine Milchmädchenrechnung. Denn deutliche Einsparpotenziale wären bei mehr zu bezahlenden Streckenkilometern nur beim Personal möglich.“

„Wir werden uns an der europaweiten Ausschreibung beteiligen“, versichert Guido Emunds, Geschäftsführer der DKB. „Das Risiko, den Auftrag nicht mehr zu bekommen, ist immens.“ Aber: „Wenn wir den Auftrag nicht gewinnen, könnte dann ein gesteuerter Betriebsübergang erfolgen.“ Bei einer Direktvergabe habe das Risiko bestanden, dass ein Wettbewerber auftauche, der den Betrieb ganz ohne Zuschüsse sicherstellen würde. Emunds: „Das ist zuletzt in Hameln und Wuppertal passiert.“

Genau das, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU), habe man in Düren verhindern wollen. „Unser Ziel ist es, Sicherheit für die Menschen im Unternehmen zu schaffen. Die Übernahme von Personal und Material zu garantieren, wird Bestandteil der europaweiten Ausschreibung sein“, versichert der Landrat.

Quelle: Dürener Zeitung vom 25.08.16

Nutzer des ÖPNV mit Rad

Durch zuverlässige Informationen, die der Fahrgastbeirat erhalten hat, machen wir folgende Mitteilung an alle interessierten Nutzer des ÖPNV, die mit ihrem Fahrrad unterwegs sind oder sein wollen. Zug und Radmitnahme: Im VRS kann man ein Gruppenticket (5 Personen) auch dann nutzen, wenn man mit zwei Personen und zwei Fahrrädern unterwegs ist.

Im AVV ist dies -auch mit einem NRW-Ticket- leider nicht möglich.

Spuren der Geschichte

Eine interessante Geschichte, entdeckt in der August-Ausgabe der Zeitschrift “Spuren” des Stadtmuseums Düren.
Karte
            Bis es zu dieser Linienführung kam, waren harte Kämpfe auszufechten.

Premiere

Eine absolute Premiere ist für Mittwoch, den 21. September 2016 geplant: Zum ersten Mal werden der Dürener Geschichtsverein und die Dürener Geschichtswerkstatt bzw. das Stadtmuseum eine gemeinsame Veranstaltung ausrichten. Anlass ist der 175. Jahrestag des Anschlusses der Stadt Düren an das preußische Eisenbahnnetz am 1. September 1841, ein Datum, das für die Entwicklung dieser Stadt kaum zu überschätzen ist. Dr. Helmut Immen (DGV) und Bernd Hahne (GW) werden in einem bebilerten Vortrag an diesem Abend im Leopold-Hoesch-Museum besonders auf die Vorgeschichte der Entscheidung für Düren (statt Jülich) eingehen.