Die Interessen der Fahrgäste im Blick

Der Fahrgastbeirat vermittelt zwischen Fahrgastinteressen und Verkehrsbetrieben im Kreis Düren. Sitzung in Jülich.

 Jülich. Wer den Zug nutzen möchte, braucht oft Anschlussverbindungen bis zum Zielort. Fehlen diese, ist das ärgerlich für den, der den Öffentlichen Nahverkehr theoretisch nutzen will, diesen Wunsch praktisch aber nicht umsetzen kann. Ebenfalls auf Hürden im ÖPNV trifft oftmals, wer auf einen Rollstuhl angewiesen ist – egal, ob es um die Bedienung des Kartenautomaten oder den Einstieg in den Zug geht. In solchen und anderen Fällen kann der Fahrgastbeirat im Kreis Düren die Interessen der Fahrgäste vertreten und Verbesserungen bewirken. Der Beirat ist ein Gremium des Kreises und tagte jetzt erstmalig im Jülicher im Kulturbahnhof.
Der Beirat ist eine relativ junge Interessenvertretung. Erst 2011 rief der Kreistag den Fahrgastbeirat ins Leben. Heute besteht das Gremium aus bis zu 20 ehrenamtlichen Mitgliedern. Vertreten sind der Behindertenbeirat der Stadt Düren, der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und verschiedene Fahrgastgruppen, die möglichst einen repräsentativen Querschnitt darstellen. Die Sitzungen finden viermal jährlich statt.

Aktuell stand die Dürener Autoschau auf der Agenda des Fahrgastbeirates. Das Problem: Im Rahmen der Autoschau war der Kaiserplatz belegt, der Linienverkehr fiel aus. „Dass die Fahrgäste im Regen stehen gelassen werden, geht nicht“, findet Schriftführerin Conny Kuttruff und fordert die Verantwortlichen auf, hier umzudenken. Es könne nicht sein, dass die Interessen der Automobilbranche den öffentlichen Nahverkehr lahmlegen.

Der Fahrgastbeirat ist im Jülicher Land noch wenig präsent – das wollen die Mitglieder ändern und bitten um Informationen, was im Dürener Nordkreis nicht so gut funktioniert oder auch, was lobenswert ist. Das Gremium ist auf die Mitarbeit der Nutzer des ÖPNV angewiesen, um Probleme zu erkennen. Der Fahrgastbeirat kann dann in den Dialog mit den Verkehrsbetrieben treten. Eine Beschwerdestelle ist das Gremium allerdings nicht. „Wir sehen uns ausschließlich als Vermittler“, stellt Sprecher Holger Filipowicz klar.

Als Vermittler kann der Beirat Einfluss auf die Optimierung des Fahrplans oder des Linienangebots nehmen, kann Anregungen für den barrierefreien Zugang oder für die Sicherheit in den Fahrzeugen geben. Joseph Krott weist in diesem Zusammenhang auf Schwachstellen in und um Jülich hin. So weiß er von dem Wunsch der Fahrgäste, dass der Schnellbus SB 20 in Alsdorf nicht am Mariadorfer Dreieck endet, sondern bis Aachen weiterfahren soll. Krott benennt auch ein Problem am Schulzentrum. Ein Haltepunkt sei an dieser Stelle schon für Dezember 2015 geplant gewesen. Passiert sei leider nichts.

Wer möchte, kann per E-Mail an fahrgastbeirat-dn@outlook.com mit dem Fahrgastbeirat Kreis Düren Kontakt aufnehmen.

 

Quelle: Jülicher Zeitung vom 28.09.16

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