Im Schnitt nur 24 Sekunden Verspätung

Rurtalbahn-Geschäftsführer äußert sich zu weiteren Fahrgast-Zuschriften . Verspätung sei manchmal ein Dilemma. 25 Kundenbeschwerden in 2017.

Kreis Düren. Vorweg nennt Rurtalbahn-Geschäftsführer Sebastian Nießen zwei für das Unternehmen wichtige Zahlen. Die eine ist 8000 – so viele Fahrgäste befördert die RTB täglich im Kreis Düren. Die andere ist die 25 – so viele Kundenbeschwerden sind über Post, E-Mail, Telefon und die RTB-Internetseite bislang in 2017 eingegangen. Uns erreichte infolge des Berichts von vergangenem Freitag ein Dutzend Meldungen – insbesondere zum Thema Pünktlichkeit.

Nießen betont erneut, dass die RTB nicht unter „chronischer Unpünktlichkeit“ leide. Das würde eine Statistik zur durchschnittlichen Verspätung pro Zug für das Jahr 2016 belegen. „Im Mittel haben wir eine Verspätung von 0,4 Minuten“, sagt Nießen. In Sekunden umgerechnet: 24.

Eingeschlossen in die Statistik seien bereits größere Verspätungen aufgrund verschiedener Störungen. Exemplarisch zeigt Nießen die letzten beiden Monate aus dem Vorjahr auf: Im November sind sechs Störungen auf der Südstrecke festgehalten, im Dezember vier. Diese sind zum Beispiel auf Wildunfälle oder Probleme bei einem Bahnübergang, die etwa durch Lkw ausgelöst würden, zurückzuführen, wie Nießen erklärt. Wenn ein Lkw auf den letzten Drücker den Übergang passieren will, stört er das Signal der Schranke, die dann oben bleibt – und die Bahn muss im Schritttempo den Übergang kreuzen. Zudem sagt Nießen, dass die Eingleisigkeit der RTB dann zum Nachteil würde, wenn ein Wagen zum Beispiel in Lendersdorf auf den Gegenverkehr warten müsse.

Auf DB getaktet

Zuschriften befassen sich auch mehrfach mit „fehlender Kommunikation“ mit der Deutschen Bahn (DB). Gemeint sind Anschlusszüge am Bahnhof Düren: Zum einen würden Pendler aus Köln/Aachen die RTB verpassen, weil diese nicht lang genug warten würde, andererseits würden Fahrgäste ihre Züge in Richtung Köln/Aachen verpassen, weil die RTB zu spät in Düren ankomme. Nießen: „Unsere Fahrpläne sind auf die Regionalzüge der Deutschen Bahn getaktet.“ Die offizielle Umsteigezeit hat die RTB mit fünf Minuten angegeben. Heißt: In dieser Zeit können Fahrgäste, auch die mit körperlichen Einschränkungen, einen Gleiswechsel schaffen. Fahrgäste ohne Einschränkungen könnten dies auch in drei oder vier Minuten, und darauf weise die RTB in ihren „Pocketfahrplänen“ hin. „Wir bekommen die Daten der Deutschen Bahn über Verspätungen, wir haben aber keine Streckeneinsicht“, sagt Nießen.

Heißt: Erhält die RTB die Nachricht, dass die Deutsche Bahn fünf Minuten zu spät ist, die RTB laut Fahrplan aber maximal drei Minuten warten kann, fährt sie nach drei Minuten ab. Hat der DB-Zug aber seit der letzten Verspätungsmeldung Zeit aufgeholt, was die RTB nicht „live“ verfolgen kann, fährt die RTB in manchen Fällen vor den Augen der Pendler davon. Nießen drückt das Dilemma so aus: „Sind wir pünktlich, stehen wir in diesen Fällen blöd da, nehmen wir durch das Warten Verspätungen in Kauf, stehen wir auch blöd da.“ Man müsse in diesen Situationen abwägen und die „Lastrichtung“ beachten: Morgens hätten die Auspendler Priorität, nachmittags/abends die Einpendler. In dem RTB-Fahrplan sind Züge aufgelistet, die gar nicht warten dürfen, die letzten Züge des Tages dagegen bis zu zehn Minuten.

Zwei Fahrgäste monierten, dass der Einstieg der Wagen nicht behindertengerecht sei. Wie Nießen erklärt und anhand von Bildern belegt, hat der Triebwagenführer eine klappbare Einstiegshilfe für Rollstuhlfahrer. Zudem stünden – wenn an Bord – Zugbegleiter zur Hilfe bereit. Nießen: „Es kann mal zu Missverständnissen kommen, aber das ist keine böse Absicht. Wer sich beim Triebwagenführer meldet oder uns im Vorhinein kontaktiert, dem wird immer geholfen.“

Ein Leser fragte, warum die Schranke am Übergang Köttenicher Straße neben der Haltestelle in Huchem-Stammeln länger geschlossen sei, wenn der Zug aus Jülich kommt als aus Richtung Düren. Gegen 7 Uhr würde daher stets eine „Riesenschlange“ wartender Pkw entstehen. Nießen: „Der Bremsweg eines Wagens aus Richtung Jülich beträgt 700 Meter. Das heißt, wenn es Probleme mit der Schranke gibt, muss er dort zum stehen kommen. Deswegen ist die Schranke länger geschlossen, als wenn er aus Düren kommt, denn er fährt aus dem Bahnhof an.“

„Unsere Fahrpläne sind auf die Regionalzüge der Deutschen Bahn getaktet.“

Sebastian Nießen, Rurtalbahn

Quelle: Dürener Zeitung vom 23.02.2017

Advertisements

„Keine chronische Unpünktlichkeit“

Rurtalbahn bestreitet Fahrgast-Vorwürfe, regelmäßig unzuverlässig zu sein. Kommentare auf Facebook bleiben unbeantwortet.

Kreuzau. Wenn man die Meinungen von einigen Fahrgästen über die Rurtalbahn liest, kann man glauben, dass nicht viel rund läuft. Vor allem auf der Südstrecke im Kreis Düren. Sebastian Nießen sieht das anders. Er ist Geschäftsführer des Unternehmens.

Bereits seit Längerem beklagt Michael Hafenrichter, der meist um 5.46 Uhr im Kreuzauer Ortsteil Üdingen in die Bahn einsteigt, dass die Züge „unzuverlässig und katastrophal zu spät“ seien. Grund sei „immer eine Störung im Bahnhof Kreuzau“, hinzu kämen Verspätungen an der Haltestelle Lendersdorf. Das führt nach Angaben des Fahrgastes dazu, dass er und weitere Dutzende Pendler in Düren ihre Anschlüsse nach Aachen oder Köln verpassen würden. Hafenrichter muss nach Aachen, am vergangenen Freitag habe er den Anschluss wieder verpasst. Dieser geht ab Bahnhof Düren um 6.14 Uhr. Planmäßig soll die Rurtalbahn Düren um 6.05 Uhr erreichen.

Michael Hafenrichter kritisiert zudem den Service. Eine Anzeige auf der Internetseite des Unternehmens würde stets anzeigen, dass die Züge pünktlich seien – was seiner Ansicht nach nicht zutreffe. Und zweitens moniert er, dass auf Kundenbeschwerden im Internet nicht eingegangen werde.

Sebastian Nießen, der Rurtalbahn-Geschäftsführer, negiert nicht, dass es gelegentlich zu Verspätungen komme und dass sich auch Kunden mit Kritik an sein Unternehmen wenden würden. Er sagt jedoch auch: „Es gibt keine Beschwerden, die uns chronische Unpünktlichkeit vorwerfen.“ Die Verspätungen und Zugausfälle Ende vergangener Woche führt er auf eine Störung am Stellwerk in Kreuzau zurück. Und das Resultat einer internen Recherche hat laut Nießen ergeben: In den vergangenen vier bis fünf Monaten lagen drei dieser Störungen am Bahnhof Kreuzau vor, die „zu größeren Verspätungen“ geführt hätten.

Auf der Facebook-Seite der Rurtalbahn teilen zumindest drei weitere Fahrgäste die Ansicht von Michael Hafenrichter, dass die Bahn regelmäßig zu spät sei. Ein vierter Kommentar bemängelt, dass Durchsagen bei Zugausfällen fehlen würden. Es sind die einzigen Kommentare auf der Seite in 2017.

Es heißt zum Beispiel: „Ich hoffe nur, dass ihr diese ständigen Verspätungen so schnell wie möglich in den Griff bekommt“ oder „In letzter Zeit häufen sich die Verspätungen extrem“. Letztere Aussage bezieht sich auf den Bahnhof Heimbach, von dem aus Züge teilweise unpünktlich starten würden, wie der Fahrgast auf DZ-Nachfrage schrieb. Dieser äußert ebenfalls, dass keine Durchsagen gemacht würden, die etwaige Zugausfälle – beispielsweise in Düren – begründen würden. Die beiden zitierten Kommentare datieren auf vergangenen Samstag und sind Reaktionen auf Verspätungsmeldungen an diesem Tag. Auf die Vorwürfe hatte das Unternehmen weder öffentlich noch mit einer privaten Nachricht an die Fahrgäste geantwortet, wie die Fahrgäste auf DZ-Nachfrage meinten.

Was den Kundenservice betrifft, sagt Nießen, dass das Unternehmen Beschwerden über das Kontaktformular auf der Internetseite erst schriftlich und bei mehrmaligen Anfragen telefonisch beantworte. Das sei bei Michael Hafenrichter der Fall gewesen, betont Nießen. Und: „Bei Facebook antworten wir generell nicht, das können wir nicht leisten.“ Durchsagen an Haltestellen seien nicht möglich, weil die Technik fehle.

Wie zufrieden sind Sie mit der Rurtalbahn?

Welche Erfahrungen machen Sie mit der Rurtalbahn? Schicken Sie eine E-Mail mit ihren negativen wie auch positiven Erfahrungen an c.rose@zeitungsverlag-aachen.de oder rufen Sie an unter ☏ 02421/2259-136.

„Es gibt keine Beschwerden, die uns chronische Unpünktlichkeit vorwerfen.“

Sebastian Nießen, Rurtalbahn

Quelle: Dürener Zeitung vom 17.02.2017

Die Sitzung des Fahrgastbeirates

Düren. Der Fahrgastbeirat Kreis Düren tagt am Mittwoch, 15. Februar, ab 18 Uhr im Kreishaus in Düren. Es wird unter anderem von einem Gespräch mit den Organisatoren der Dürener Autoschau berichtet sowie von einem Bericht zum Flüchtlingsbeirat. Ein weiteres Thema in der Sitzung ist die Vernetzung der Fahrgast- und Kundenbeiräte.

City-Ticket XL

Wie von uns am 31.01. hier aufgrund des Artikels in der Dürener Zeitung berichtet, ist nun eine Verschiebung des Einführungsdatums vom 01.04. auf den 01.05.2017 dem nachfol-genden Artikel zu entnehmen. Man darf als ÖPNV-Nutzer gespannt sein, ob dies die einzige Verschiebung bleibt.

„City-Ticket XL“ kostet jährlich bis zu 230 000 Euro

Trotzdem wird die „Ampel“ das Projekt umsetzen. Einführung zum 1. Mai . Gutachter erwartet maximal fünf Prozent mehr Fahrgäste.

Düren. Drei Jahre nach der Kommunalwahl steht eine der Hauptwahlkampfforderungen der SPD vor der Umsetzung: Das „City-Ticket XL“, das Busfahrten im gesamten Stadtgebiet für 1,90 Euro (statt 2,70 Euro) ermöglicht, kommt – zwar nicht wie geplant zum 1. April, sondern zum 1. Mai. Ein entsprechender Beschluss der „Ampel“-Koalition im Stadtrat am Dienstag gilt als sicher.

Aber das Ticket wird noch einmal teurer für die Stadt. Die Verwaltung hatte zuletzt auf Basis von bislang 295 000 Fahrgästen im Stadtgebiet in Preisstufe 1 einen städtischen Zuschussbedarf an den Aachener Verkehrsverbund in Höhe von 218 500 Euro errechnet, dabei aber die jüngste Tarifanpassung und die Ausgleichszahlung für Schwerbehinderte nicht berücksichtigt. De facto muss die Stadt das neue „City-Ticket XL“ mit jährlich 230 000 Euro subventionieren, wenn wie bisher 295 000 Fahrgäste das Angebot nutzen.

Bei der von der SPD und der gesamten „Ampel“-Koalition erhofften Steigerung der Fahrgastzahlen würde sich der Zuschussbedarf reduzieren, bei einem Anstieg um zehn Prozent auf 206 000 Euro, bei einem Plus von fünf Prozent auf 216 000 Euro. Ein 2015 erstelltes Gutachten geht von einer mit dem „City-Ticket XL“ verbundenen Fahrgaststeigerung von lediglich drei bis fünf Prozent aus.

Die geringen Effekte sind für die CDU ein Grund, die Einführung abzulehnen. Fraktionschef Stefan Weschke spricht von einer zu großen Belastung des städtischen Haushalts, über die sich vor allem die 295 000 Fahrgäste freuen würden, die ohnehin bereits Bus fahren und künftig 80 Cent sparen. Ulf Opländer (SPD) wies den CDU-Vorwurf des bloßen Mitnahmeffekts zurück und spricht von einer verkehrs- und klimapolitisch richtigen Maßnahme, aber auch von einem sozialpolitisch richtigen Weg. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Win.DN soll nun ein Marketingkonzept erstellen, an dem sich die Stadt mit 5000 Euro beteiligen will.

 

Quelle: Dürener Zeitung vom 11.02.2017

Fahrplanänderungen auf der folgenden Strecke/Linie:

RE 9 Aachen – Düren – Köln – Siegburg/Bonn – Siegen

an mehreren Terminen

– am Samstag, 18. Februar, 8.15 – 21.30 Uhr
– am Sonntag, 19. Februar, 9.30 – 20.30 Uhr
– Zugausfall und Ersatzverkehr Aachen Hbf <> Düren
– spätere Fahrzeit Aachen Hbf > Köln Hbf

– Die meisten Züge dieser Linie fallen zwischen Aachen Hbf und Düren aus. Bitte nutzen Sie zwischen Aachen Hbf und Stolberg (Rheinl) Hbf die eingesetzten Busse sowie zwischen Stolberg (Rheinl) Hbf Gl. 27 und Düren die Züge der Linie RB 20 (Stolberg (Rheinl) Hbf –
Düren/Stolberg-Altstadt). Beachten Sie die 40 Min. frühere Abfahrt bzw. die 37 Min. spätere Ankunft der Busse in Aachen Hbf. In Stolberg (Rheinl) Hbf besteht Anschluss zwischen den Bussen und den Zügen der Linie RB 20. Hinweis: Beachten Sie auch die
Fahrplanänderungen auf der Linie RB 20 im selben Zeitraum. Die Züge fallen im Abschnitt Aachen Hbf – Aachen-Rothe Erde – Eilendorf – Stolberg (Rheinl) Hbf aus und verkehren zwischen Stolberg (Rheinl) Hbf Gl. 27 und Düren in verschiedenen Teilabschnitten mit
geringfügig früheren/späteren Fahrzeiten.

– RE 10907 (planmäßig 8.18 Uhr ab Aachen Hbf) verkehrt am 18.02. von Aachen Hbf bis Köln Hbf mit bis zu 7 Min. späterer Fahrzeit.

– Die Fahrradmitnahme ist in den Bussen leider nur sehr eingeschränkt möglich.

Grund: Bahnsteigarbeiten zwischen Aachen Hbf und Eschweiler Hbf

Fahrplaninformationen zu dieser Meldung finden Sie hier:

Fahrplan (Aachen Hbf – Köln Hbf), 18. – 19.02.2017
https://bauinfos.deutschebahn.com/…/RE9_18-19022017_fahrpla…

Quelle: DN.de vom 01.02.2017