City-Ticket XL

Wie von uns am 31.01. hier aufgrund des Artikels in der Dürener Zeitung berichtet, ist nun eine Verschiebung des Einführungsdatums vom 01.04. auf den 01.05.2017 dem nachfol-genden Artikel zu entnehmen. Man darf als ÖPNV-Nutzer gespannt sein, ob dies die einzige Verschiebung bleibt.

„City-Ticket XL“ kostet jährlich bis zu 230 000 Euro

Trotzdem wird die „Ampel“ das Projekt umsetzen. Einführung zum 1. Mai . Gutachter erwartet maximal fünf Prozent mehr Fahrgäste.

Düren. Drei Jahre nach der Kommunalwahl steht eine der Hauptwahlkampfforderungen der SPD vor der Umsetzung: Das „City-Ticket XL“, das Busfahrten im gesamten Stadtgebiet für 1,90 Euro (statt 2,70 Euro) ermöglicht, kommt – zwar nicht wie geplant zum 1. April, sondern zum 1. Mai. Ein entsprechender Beschluss der „Ampel“-Koalition im Stadtrat am Dienstag gilt als sicher.

Aber das Ticket wird noch einmal teurer für die Stadt. Die Verwaltung hatte zuletzt auf Basis von bislang 295 000 Fahrgästen im Stadtgebiet in Preisstufe 1 einen städtischen Zuschussbedarf an den Aachener Verkehrsverbund in Höhe von 218 500 Euro errechnet, dabei aber die jüngste Tarifanpassung und die Ausgleichszahlung für Schwerbehinderte nicht berücksichtigt. De facto muss die Stadt das neue „City-Ticket XL“ mit jährlich 230 000 Euro subventionieren, wenn wie bisher 295 000 Fahrgäste das Angebot nutzen.

Bei der von der SPD und der gesamten „Ampel“-Koalition erhofften Steigerung der Fahrgastzahlen würde sich der Zuschussbedarf reduzieren, bei einem Anstieg um zehn Prozent auf 206 000 Euro, bei einem Plus von fünf Prozent auf 216 000 Euro. Ein 2015 erstelltes Gutachten geht von einer mit dem „City-Ticket XL“ verbundenen Fahrgaststeigerung von lediglich drei bis fünf Prozent aus.

Die geringen Effekte sind für die CDU ein Grund, die Einführung abzulehnen. Fraktionschef Stefan Weschke spricht von einer zu großen Belastung des städtischen Haushalts, über die sich vor allem die 295 000 Fahrgäste freuen würden, die ohnehin bereits Bus fahren und künftig 80 Cent sparen. Ulf Opländer (SPD) wies den CDU-Vorwurf des bloßen Mitnahmeffekts zurück und spricht von einer verkehrs- und klimapolitisch richtigen Maßnahme, aber auch von einem sozialpolitisch richtigen Weg. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Win.DN soll nun ein Marketingkonzept erstellen, an dem sich die Stadt mit 5000 Euro beteiligen will.

 

Quelle: Dürener Zeitung vom 11.02.2017

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