Hohe Kosten für „City-Ticket XL“

Stadt muss jährlich bis zu 218 150 Euro für den abgesenkten Tarif beisteuern

Düren. Es ist eines der wichtigsten Projekte der „Ampel“-Koalition: Das „City-Ticket XL Düren“, das ab dem 1. April Busfahrten im Stadtgebiet für 1,90 Euro ermöglicht, soll die Attraktivität des ÖPNV deutlich verbessern und dafür sorgen, dass weniger Besucher mit dem Pkw in die Innenstadt fahren und damit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Differenz zum bisherigen Tarif von 2,70 Euro muss die Stadt dem Aachener Verkehrsverbund (AVV) ausgleichen.

Mit dem AVV hat sich die Stadt nun auf ein Modell geeinigt. Demnach wird die Stadt maximal einen Ausgleich von 218 150 Euro im Jahr zahlen. Werden am Ende mehr oder weniger als 295 000 Fahrten (Einzel- und Mehrfahrtenticket) mit dem City-Tarif auf Basis des Ticketverkaufs gezählt, reduziert sich die Summe.

Im Herbst 2005 war noch von einem jährlichen Zuschuss von 145 000 Euro die Rede. Ein Gutachter sprach damals von einem zu erwartenden Fahrgastplus von drei bis fünf Prozent.

Quelle: Dürener Zeitung vom 31.01.2017

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Kreis stellt neue Sicherheitskräfte für Busse ein

Kreis Düren. Der Kreis Düren will sechs Sicherheitskräfte einstellen, die in Bussen der Kreisbahn und in der Rurtalbahn zum Einsatz kommen. Auf den Bahnsteigen soll es überdies künftig eine Videoüberwachung geben, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn. Die Sicherheitskräfte werden nach einem Eignungstest ausgebildet, erhalten einen Zwei-Jahresvertrag und einen Stundenlohn von 13,16 Euro. Gefragt seien vor allem Langzeitarbeitslose. (inla)

 

Quelle: Dürener Zeitung v. 13.12.2016

Ab Ende 2020 Stündlich von Euskirchen nach Düren – Bördebahn soll täglich fahren

Zülpich –

Vorsicht an der Bahnsteigkante: Die Bördebahn zwischen Euskirchen und Düren soll bis Ende 2020 wieder täglich fahren – im Stundentakt.

Diese Pläne stellten Alfred Berrisch von der Beteiligungsgesellschaft des Kreises Düren und Achim Blindert, Geschäftsbereichsleiter Bauen, Umwelt, ÖPNV und Abfall des Kreises Euskirchen, den Mitgliedern des Zülpicher Ausschusses für Stadtentwicklung vor.

Die Reaktivierung der Bahnstrecke Euskirchen-Düren läuft seit dem 1. Januar 2016. Die Entwicklung der Fahrgastzahlen sei positiv, hieß es in der Zülpicher Martinskirche. In diesem Jahr fährt die RB 28 (Eifel-Bördebahn) an Wochenenden und Feiertagen im Drei-Stunden-Takt zwischen den beiden Kreisstädten.

Dieses Angebot soll zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 ausgebaut werden. „Dann soll auch montags bis freitags dreimal von Euskirchen nach Düren und zurück gefahren werden“, erklärte Blindert. Dies sei der Vorlaufbetrieb bis Ende 2020. Um den auf die Schiene zu setzen, sollen 4, 9 Millionen Euro investiert werden.

„Hinzu kommt die Finanzierung eines neuen Stellwerks und eines neuen Funks in Düren. Straßen NRW übernimmt die technische Sicherung dreier Bahnübergänge an der B56n. Insgesamt werden gut elf Millionen Euro investiert“, so Berrisch.

Bereits im Vorlaufbetrieb sollen die Züge, so zumindest der Plan, im durchgehenden Stundentakt zwischen Euskirchen und Düren – an sieben Tagen der Woche – verkehren. Die Fahrzeit soll laut Berrisch zwischen 35 und 40 Minuten betragen.

Bevor es so weit ist, seien allerdings einige Hausaufgaben zu erledigen. „Allein für den Vorlaufbetrieb ab Dezember 2018 müssen acht Bahnübergange entlang der Strecke auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. Dies ist eine Auflage der Landeseisenbahnverwaltung“, so Berrisch.

Zudem muss nach Angaben des Diplom-Ingenieurs in Elsig ein neuer Bahnsteig gebaut werden: „Außerdem müssen im Kreis Düren die Bahnsteige in Vettweiß, Jakobwüllesheim, Rommelsheim und Binsfeld neu angelegt werden. Zwischen Bubenheim und Düren sind die Gleise auf einer Länge von drei Kilometer in einem so schlechten Zustand, dass sie ausgetauscht werden müssen, wenn die Bahn regelmäßig fährt“, so Berrisch.

Neue Haltepunkte geplant

Die Bahnsteige in Nemmenich und Zülpich können nach Meinung des Experten bis zum Vollausbau weiter genutzt werden, müssen bis Ende 2020 aber ebenfalls erneuert werden.

Ein ganz neuer Bahnsteig und damit auch Haltepunkt ist an der Georgstraße in Euskirchen geplant. Auch in Ülpenich und Dürscheven soll es bis zur vollständigen Reaktivierung neue Bahnsteige geben. Da die beiden letztgenannten allerdings auf dem Bahndamm installiert und zeitgleich auch barrierefrei werden sollen, sei diese Investition allerdings aus Kostengründen erst später möglich.

Dringender Handlungsbedarf bestehe in Zülpich an der Römerallee. Dieser Bahnübergang müsse bereits zur nächsten Stufe auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden.

Dafür seien mindestens 60 000 Euro von der Stadt Zülpich notwendig, so Berrisch. Für die übrigen Bahnübergange im Zülpicher Bereich werden ebenfalls jeweils rund 55 000 Euro nötig sein.

Eventuell müsse über eine Park-und-Ride-Anlage in Zülpich nachgedacht werden. „Das ist eine große Chance für Zülpich und die Region“, sagte Zülpichs Bürgermeister Ulf Hürtgen (CDU).

Im Zuge der Reaktivierung soll auch überlegt werden, wo es möglich ist, Personen von der Straße auf die Schiene zu holen. „Die Schnellbuslinie 98 verläuft im Moment an manchen Stellen parallel zur Bördebahn. Hier bietet sich ein Ansatzpunkt“, so Blindert.

Quelle: http://www.rundschau-online.de/25197890 ©2016 – vom 04.12.16

Eifel-Bördebahn wird weitere zwei Jahre von der Rurtalbahn GmbH betrieben

Düren / Euskirchen / Köln: Der Nahverkehr Rheinland (NVR) wird die Betriebsleistungen der Linie RB 28 „Eifel-Bördebahn“ auch in den nächsten Jahren von der Rurtalbahn GmbH durchführen lassen.

Dies beschloss der Vergabeausschuss des Zweckverbandes NVR in seiner heutigen Sitzung. Vorgesehen ist eine Vertragslaufzeit von zwei Jahren, also von vom 11. Dezember 2016 bis 8.Dezember 2018. Wie bisher wird die Strecke zwischen Euskirchen und Düren lediglich an den Wochenenden sowie an Feiertagen bedient. Das ausgeschriebene Leistungsvolumen liegt bei rund 27.000 Zugkilometern pro Jahr. Die bisherige Angebotsqualität wird beibehalten; es kommen die bewährten Dieseltriebwagen vom Typ RegioSprinter zum Einsatz.

Quelle: Düren-Magazin  vom 02.12.16

Düren / Aachen: „Schnellfahrt“ von Geilenkirchen und bessere Abstimmung der Verkehre im Bahnhof Düren – Die „euregiobahn“ fährt samstags länger im 30-Minuten-Takt

Ab dem Fahrplanwechsel am  11. Dezember 2016 wird der vor einem Jahr eingeführte „Aachen-Köln-Express“ (RE1/AKX) morgens rückverlängert. Die neue „Schnellfahrt“ startet um 06:41 Uhr in Geilenkirchen. Sie ersetzt die bisherige Verstärkerfahrt der „euregiobahn“, die bisher um 06:39 Uhr ab Geilenkirchen fuhr. Berufspendler profitieren von einer 20-minütigen Fahrtzeitverkürzung: Die direkte Verbindung von Geilenkirchen über Aachen (Ankunft 07:08 Uhr) nach Köln (Ankunft 07:54 Uhr) dauert nur noch 73 Minuten. Vorher betrug die Fahrtzeit für Pendler 93 Minuten. Die bisherige zweite Verstärkerfahrt von Geilenkirchen (ab 07:47 Uhr) nach Aachen entfällt hingegen ersatzlos.  Nachmittags wird der „AKX“ um 15:56 Uhr ab Köln Messe/Deutz nach Aachen beschleunigt und erreicht Aachen sechs Minuten früher.

Zusätzliche Nachtfahrten der RB33

Auf der Strecke der Rhein-Niers-Bahn (RB33) wird es an allen Tagen eine zusätzliche Nachtfahrt geben. Diese startet um 23:37 Uhr in Aaachen und erreicht Heinsberg um 00:24 Uhr. Zurück geht es um 00:29 Uhr, Aachen wird um 01:25 Uhr erreicht. In den Nächten von Freitag auf Samstag, von Samstag auf Sonntag sowie vor Feiertagen  wird ein zusätzlicher Zug um 00:37 Uhr nach Heinsberg (Ankunft um 01:27 Uhr) beziehungsweise nach Mönchengladbach (Ankunft 01:36 Uhr) eingesetzt. In der Gegenrichtung gibt es einen zusätzlichen Zug um 00:22 Uhr ab Mönchengladbach beziehungsweise um 01:32 Uhr ab Heinsberg nach Aachen (Ankunft 02:23 Uhr). „Wir freuen uns, dass es uns trotz unserer finanziellen Rahmenbedingungen und der großen Kapazitätsengpässe im Infrastruk-turbereich gelungen ist, unseren Kunden eine Vielzahl von neuen Verbindungen zu ermöglichen“, so NVR Geschäftsführer Heiko Sedlaczek.

Halbstundentakt der RB20 bis zum Ladenschluss

Wenn der neue Fahrplan in Kraft tritt, bedeutet dies gleichzeitig die Fortsetzung der bewährten Zusammenarbeit zwischen dem Nahverkehr Rheinland (NVR) und der DB Regio NRW auf der Linie RB20. Das Eisenbahnverkehrsunternehmen wird auch in den kommenden Jahren die vielgenutzte „euregiobahn“ betreiben. Im Mai dieses Jahres wurden die entsprechenden Verträge unterzeichnet. Eine Verbesserung für die Fahrgäste wird es ab der Fahrplanumstellung an den Samstagen zwischen Herzogenrath und Alsdorf-Annapark geben: Der in 2015 eingeführte 30-Minuten-Takt wird bis zum Ladenschluss ausgedehnt. Die letzte Fahrt ist dann – wie montags bis freitags – um 20:48 Uhr ab Herzogenrath.

Durch die Neuordnung des S-Bahn-Verkehrs Köln kommt es zu Verschiebungen des Fahrtenangebots im Minutenbereich. Die Verkehre der S13/S19 im neuen 20/40-Minuten-Takt werden in Düren auf die Abfahrt der „euregiobahn“ und der „Rurtalbahn“ abgestimmt. Die RB20 wird täglich um 22:17 Uhr und 23:17 Uhr in Düren abfahren. Samstags und sonntags startet die letzte Fahrt der „euregiobahn“ von Düren um 21:17 Uhr.

Quelle: Düren-Magazin vom 02.12.16

Tagung der Fahrgastbeiräte in Leipzig

Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB)
traffiQ Lokale Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt am Main
Gemeinsame Presse-Information

04.10.2016

Bundesweite Fahrgastbeiratstagung in Leipzig: Relevanz und Kommunikation – Was zählt das Wort des Kunden?

In Leipzig hat am 16./17. September 2016 die 2. bundesweite Tagung der Fahrgastbeiräte stattgefunden. 25 Teilnehmer von 17 Verkehrsunternehmen und –verbünden zwischen Kiel und Mühldorf (Inn) nutzten die erneute Gelegenheit zum intensiven Informationsaustausch. Gastgeber war der LVB-Fahrgastbeirat aus Leipzig, der die Tagung mit Unterstützung der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) ausrichtete. Ein Highlight der Tagung war der Impuls-Vortrag von Nina Reicke (Sasserath Munzinger Plus, Berlin) über Handlungsfelder und Möglichkeiten in der Ausgestaltung der Kommunikation von Beiräten. Sie stellte dabei die Rolle von Kundenbeiräten innerhalb des Unternehmens in den Fokus und gab einen Einblick, wie sich die Zusammenarbeit zwischen Fahrgastorganisationen und Verkehrsunternehmen gestalten sollte. Auch die Leipziger Verkehrsbetriebe stellten ihre vielfältigen Bemühungen in der Kommunikation ihres Fahrgastbeirates vor.

In zwei Gruppen erarbeiteten die Teilnehmer konkrete Handlungsempfehlungen zur Kommunikation von Beiräten nach innen, also in das beratene Unternehmen hinein, und nach außen. Die Ergebnisse der 2. bundesweiten Tagung der Fahrgastbeiräte sind nach Ansicht der Teilnehmer eine gute Grundlage zukünftiger Kommunikationskonzepte und Handlungsempfehlungen, worauf die Fahrgastbeiräte in ihrer Kommunikation Wert legen. „Ein kundenorientiertes Unternehmen tut gut daran, mit seinem Beirat konstruktiv zusammenzuarbeiten“, hält Mike Demmig, Sprecher des Leipziger Fahrgastbeirats fest. „Es sollte ihn ernst nehmen, eine offene Kommunikation pflegen, in die betrieblichen Abläufe einbinden und sie an der Produktentwicklung beteiligen.“

Harald Wagner, Sprecher des Fahrgastbeirats Frankfurt am Main, zog sehr zufrieden Bilanz: „Die bundesweite Vernetzung der Fahrgastbeiräte ist gelungen. Und die Ergebnisse der jetzigen Tagung zeigen, wie wertvoll der Austausch von uns Ehrenamtlichen untereinander ist“. Der bei der städtischen Nahverkehrsgesellschaft traffiQ angesiedelte Fahrgastbeirat hatte im Jahr 2015 die Initiative ergriffen und die 1. Tagung in Frankfurt am Main ausgerichtet.

Demmig und Wagner gehen fest davon aus, dass sich die Tagung jetzt etabliert hat. Sie sind überzeugt, dass auch weitere Verkehrsunternehmen ihre Fahrgastbeiräte zur nächsten Tagung entsenden werden – profitieren sie doch selbst am meisten von einem informierten und kompetenten Beirat.

Bei ihren Verkehrsgesellschaften stoßen die beiden Sprecher auf klare Unterstützung. „Kunden- oder in unserem Fall Fahrgastbeiräte sind keine Selbstverständlichkeit in Dienstleistungsunternehmen. Die Verkehrsbranche ist hier Pionier und Vorreiter. Bereits seit 1997 haben die Leipziger Verkehrsbetriebe einen Fahrgastbeirat. Dieser ist bei wichtigen Fragen Partner, kritischer Begleiter und Berater des Unternehmens“, so Ulf Middelberg, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Verkehrsbetriebe. Sein Frankfurter Kollege, traffiQ-Geschäftsführer Dr. Hans-Jörg v. Berlepsch, ergänzt: „Der Fahrgastbeirat ist manchmal unbequem – aber genau das ist seine Aufgabe, denn er leistet Lobbyarbeit. Für uns ist er ein wichtiges Gremium, das traffiQ mit kritischer Reflektion und konstruktiven Anregungen hilft, den Frankfurter Nahverkehr im Sinne der Kunden zu gestalten.“

Andere Verkehrsgesellschaften und ihre Fahrgastbeiräte sind herzlich eingeladen, sich dem Netzwerk anzuschließen. Die Kontaktadresse lautet:

 traffiQ Frankfurt am Main

Geschäftsstelle Fahrgastbeirat

Stiftstraße 9-17

60313 Frankfurt am Main

Email: fahrgastbeirat@traffiQ.de

Kunden- und Fahrgastbeiräte folgender Organisationen haben an der Tagung teilgenommen:

–    Berliner Verkehrsbetriebe

–    Chemnitzer Verkehrs-AG

–    Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation

–    Geraer Verkehrsbetrieb

–    Erfurter Verkehrsbetriebe

–    Hallesche Verkehrs AG

–    Hamburger Verkehrsverbund

–    Kasseler Verkehrs-Gesellschaft

–    Leipziger Verkehrsbetriebe

–    Nahverkehrsgesellschaft Schleswig-Holstein

–    Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein

–    Rhein-Main-Verkehrsverbund

–    S-Bahn Berlin

–    Südostbayernbahn

–    traffiQ Frankfurt am Main

–    Stadtwerke Ulm/Neu Ulm

–    Städtische Verkehrsbetriebe Zwickau

Tagung der Fahrgastbeiräte 2016 Leipzig
Tagung der Fahrgastbeiräte 2016 Leipzig

 

Die Interessen der Fahrgäste im Blick

Der Fahrgastbeirat vermittelt zwischen Fahrgastinteressen und Verkehrsbetrieben im Kreis Düren. Sitzung in Jülich.

 Jülich. Wer den Zug nutzen möchte, braucht oft Anschlussverbindungen bis zum Zielort. Fehlen diese, ist das ärgerlich für den, der den Öffentlichen Nahverkehr theoretisch nutzen will, diesen Wunsch praktisch aber nicht umsetzen kann. Ebenfalls auf Hürden im ÖPNV trifft oftmals, wer auf einen Rollstuhl angewiesen ist – egal, ob es um die Bedienung des Kartenautomaten oder den Einstieg in den Zug geht. In solchen und anderen Fällen kann der Fahrgastbeirat im Kreis Düren die Interessen der Fahrgäste vertreten und Verbesserungen bewirken. Der Beirat ist ein Gremium des Kreises und tagte jetzt erstmalig im Jülicher im Kulturbahnhof.
Der Beirat ist eine relativ junge Interessenvertretung. Erst 2011 rief der Kreistag den Fahrgastbeirat ins Leben. Heute besteht das Gremium aus bis zu 20 ehrenamtlichen Mitgliedern. Vertreten sind der Behindertenbeirat der Stadt Düren, der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und verschiedene Fahrgastgruppen, die möglichst einen repräsentativen Querschnitt darstellen. Die Sitzungen finden viermal jährlich statt.

Aktuell stand die Dürener Autoschau auf der Agenda des Fahrgastbeirates. Das Problem: Im Rahmen der Autoschau war der Kaiserplatz belegt, der Linienverkehr fiel aus. „Dass die Fahrgäste im Regen stehen gelassen werden, geht nicht“, findet Schriftführerin Conny Kuttruff und fordert die Verantwortlichen auf, hier umzudenken. Es könne nicht sein, dass die Interessen der Automobilbranche den öffentlichen Nahverkehr lahmlegen.

Der Fahrgastbeirat ist im Jülicher Land noch wenig präsent – das wollen die Mitglieder ändern und bitten um Informationen, was im Dürener Nordkreis nicht so gut funktioniert oder auch, was lobenswert ist. Das Gremium ist auf die Mitarbeit der Nutzer des ÖPNV angewiesen, um Probleme zu erkennen. Der Fahrgastbeirat kann dann in den Dialog mit den Verkehrsbetrieben treten. Eine Beschwerdestelle ist das Gremium allerdings nicht. „Wir sehen uns ausschließlich als Vermittler“, stellt Sprecher Holger Filipowicz klar.

Als Vermittler kann der Beirat Einfluss auf die Optimierung des Fahrplans oder des Linienangebots nehmen, kann Anregungen für den barrierefreien Zugang oder für die Sicherheit in den Fahrzeugen geben. Joseph Krott weist in diesem Zusammenhang auf Schwachstellen in und um Jülich hin. So weiß er von dem Wunsch der Fahrgäste, dass der Schnellbus SB 20 in Alsdorf nicht am Mariadorfer Dreieck endet, sondern bis Aachen weiterfahren soll. Krott benennt auch ein Problem am Schulzentrum. Ein Haltepunkt sei an dieser Stelle schon für Dezember 2015 geplant gewesen. Passiert sei leider nichts.

Wer möchte, kann per E-Mail an fahrgastbeirat-dn@outlook.com mit dem Fahrgastbeirat Kreis Düren Kontakt aufnehmen.

 

Quelle: Jülicher Zeitung vom 28.09.16