Spuren der Geschichte

Eine interessante Geschichte, entdeckt in der August-Ausgabe der Zeitschrift “Spuren” des Stadtmuseums Düren.
Karte
            Bis es zu dieser Linienführung kam, waren harte Kämpfe auszufechten.

Premiere

Eine absolute Premiere ist für Mittwoch, den 21. September 2016 geplant: Zum ersten Mal werden der Dürener Geschichtsverein und die Dürener Geschichtswerkstatt bzw. das Stadtmuseum eine gemeinsame Veranstaltung ausrichten. Anlass ist der 175. Jahrestag des Anschlusses der Stadt Düren an das preußische Eisenbahnnetz am 1. September 1841, ein Datum, das für die Entwicklung dieser Stadt kaum zu überschätzen ist. Dr. Helmut Immen (DGV) und Bernd Hahne (GW) werden in einem bebilerten Vortrag an diesem Abend im Leopold-Hoesch-Museum besonders auf die Vorgeschichte der Entscheidung für Düren (statt Jülich) eingehen.

Advertisements

Der Kaiserplatz bleibt zentrale Bushaltestelle

Planungswettbewerb zur Attraktivitätssteigerung

Düren. Die Weichen für die Umgestaltung des Kaiserplatzes sind gestellt. Einstimmig hat der Stadtentwicklungsausschuss ein sogenanntes Werkstattverfahren beschlossen, in dem drei Planungsbüros bis Oktober unter Beteiligung der Öffentlichkeit Ideen für die künftige Gestaltung ausarbeiten sollen – unter Einbeziehung der Busspur.

Kein alternativer Standort

Der Entscheidung vorausgegangen war ein neuerlicher Blick auf die Verkehrssituation. Die Gutachter Wolfgang Mesenholl und Kai Pachan hatten dargelegt, dass die zentrale Rendezvous-Bushaltestelle vom Kaiserplatz aus weder auf die Schenkelstraße, die komplett für den Individualverkehr gesperrt werden müsste, noch an die Schützenstraße (Eigentumsverhältnisse) oder ans Stadtcenter (zu wenig Raum) verlegt werden könne. Und auch die von der SPD zuletzt noch geforderte Betrachtung des Hoeschplatzes bringt aus Sicht der Gutachter keine Alternative. Nicht nur dass 160 Parkplätze, davon 86 baurechtlich im Zusammenhang mit der umliegenden Bebauung gebundene, verloren gehen würden, die An- und Abfahrt der Busse müsste mit mindestens einer zusätzlichen Ampel über die August-Klotz-Straße erfolgen und würde riesige Verkehrsprobleme im Umfeld mit sich bringen, erklärte Mesenholl. Ganz zu schweigen vom Argument des Baudezernenten Paul Zündorf, dass der Masterplan für den Hoeschplatz hochwertige Wohn- und Geschäftsbebauung vorsieht. Zudem warnte Kai Pachan davor, das Rendezvous-System in Frage zu stellen, das derzeit auf dem Kaiserplatz ein schnelles Umsteigen von jeder Linie in jede andere im Halbstundentakt erlaubt. Diese einzigartige Qualität müsse unbedingt beibehalten werden, betonte Pachan. Zudem sei das System fester Bestandteil des neuen Nahverkehrsplans des Kreises Düren. Würden die Fahrwege in der Stadt verlängert, sei das ganze System gefährdet, müssten womöglich zusätzliche Busse eingesetzt und bezahlt werden.

Während sich die CDU in ihrer Meinung bestätigt fühlte, dass der Kaiserplatz auch aufgrund seiner Bedeutung als Frequenzbringer für den Einzelhandel unbedingt zentrale Bushaltestelle bleiben muss, konnte „Ampel“-Sprecher Henner Schmidt (SPD) seine Enttäuschung nicht verbergen. Mit Blick auf die „historische Chance“, Kaiserplatz und Markt städtebaulich aufwerten zu können, hätte er sich eine intensive Betrachtung der Verkehrssituation gewünscht. Um aber den Zeitplan des Masterplans nicht zu gefährden, akzeptiert nun auch die „Ampel“ die Busspur, fordert aber, dass der Kaiserplatz so optimiert wird, dass die Aufenthaltsqualität trotz der Busse verbessert wird, zum Beispiel mit einer Verlagerung von Haltestellen auf die Zehnthofstraße.

Ziel des Werkstattverfahrens ist es nun, Lösungen für die verschiedenen Nutzungen auf dem Kaiserplatz zu finden. Der Platz vor dem Rathaus soll repräsentativ werden, zum Verweilen einladen, aber auch zeitlich befristete Veranstaltungen ermöglichen.

Quelle: Dürener Zeitung vom 07.07.16

Rurtalbahn fährt bald mit Super-Zügen

Die Verantwortlichen des Zweckverbandes Nahverkehr Rheinland (NVR), der Rurtalbahn GmbH und der DB Regio NRW haben kürzlich im Dürener Leopold-Hoesch-Museum die Verkehrsverträge für den künftigen Betrieb der Linien RB 20 und RB 21 Nord unter-zeichnet.

Damit erbringen die beiden Unternehmen auch über Dezember 2016 hinaus die Betriebsleistungen auf den beiden Strecken. So ist die DB Regio NRW auch in den nächsten Jahren für den Betrieb der RB 20 („euregiobahn“ verantwortlich. Die RB 21 nord (Nordast der Rurtalbahn) wird zwischen Düren und Linnich auch weiterhin durch die Rurtalbahn GmbH bedient. „Angesichts der wachsenden Herausforderung an uns, eine Hohe Qualität bei immer noch zu geringer Mittelausstattung zu realisieren, trägt die Vertragsunterzeichnung dazu bei, den Nahverkehr in unserer Region zu sichern. Durch die Vergabe an die Rurtalbahn und die DB Regio NRW gehe ich davon aus, dass wir unseren Fahrgästen ein attraktives Leistugnsangebot bei weiter steigender Qualität anbieten können“, so NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek.

Ab Juli 2017 werden auf dem Nordast neben den bislang bekannten Zügen auch Neufahrzeuge des Typs Lint 54 der Firma Alstom eingesetzt. Sie bieten den Komfort, den die Regio Shuttles seit 2011 auf dem Südast zwischen Düren und Heimbach bieten. Ab Ende 2017 wird es zudem hinter dem Haltepunkt Jülich-Nord den Haltepunkt „An den Aspen“ geben. Er dient unter anderem der Anbindung des neuen Schulzentrums.

Quelle: DN-Woche vom 29.06.16

Busspur: Auch der Hoeschplatz wird jetzt untersucht

Im Stadtentwicklungsausschuss soll am Dienstag der Gestaltungswettbewerb für den Kaiserplatz auf den Weg gebracht werden. Allerdings hat die „Ampel“-Koalition weiterhin offene Fragenzum Thema Busspur. Die Forderung der SPD nach einem zweiten Gutachten, das Baudezernent Paul Zündorf weder für erforderlichnoch sinnvoll hält, ist noch nicht
endgültig vom Tisch. Alles hängt davon ab, wie die bisherigen Gutachter die offenen Fragen der SPD bewerten. Nach Auskunft von Fraktionschef Henner Schmidt wird bis Dienstag noch die bisher im Gutachten fehlende Aufgabe des sogenannten „Rendezvous-
Systems“ beleuchtet, das ein zeitgleiches Eintreffen der Buslinien und schnelle Umsteigemöglichkeiten ermöglicht. „Intelligente dezentrale Lösungen lassen das ohne jegliche Komforteinbußezu“, betont Schmidt mit Blick auf andere Städte. Vor allem aber werde jetzt auch der Hoeschplatz als Alternative untersucht.
„Sollte dies gutachterlich verworfen werden, wird es auf dem Kaiserplatz keine durchgehenden Bordsteinkanten geben,und der Haltepunkt auf der Zehnthofstraße wird zur Entlastung des Kaiserplatzes erweitert“, betont Schmidt.Darüber hinaus werde die „Ampel“-Koalition für diesen Fall fordern, dass die Fahrspur der Busse optisch nicht von der übrigen Fläche des Kaiserplatzes abgegrenzt wird. „Weiterhin soll es ebene Querungen
geben,die ein barrierefreies Passieren der Busspuren ermöglichen.“
Quelle: Dürener Zeitung vom 30.06.16

Fahrgastbeirat warnt vor Aufgabe des Kaiserplatzes

Düren. „Wir haben Verständnis für eine Belebung des Kaiserplatzes in Düren. Unserer Ansicht nach wird jedoch eine Aufgabe der zentralen Haltestelle im Herzen der Kreisstadt genau das Gegenteil bewirken“, bezieht der Fahrgastbeirat für den Kreis Düren Stellung zur Diskussion über eine mögliche Aufhebung des zentralen Umsteigeknotens Kaiserplatz. „Ohne die täglich wartenden, ankommenden und umsteigenden Fahrgäste wird der Kaiserplatz veröden, eine Handvoll Veranstaltungen – vorwiegend am Wochenende – wird den Platz nicht beleben“, urteilt Sprecher Holger Filipowicz. Solche Pläne würden den Nahverkehr nicht fördern, sondern gefährden. „Gerade der Rundumanschluss am Kaiserplatz mit kurzen Umsteigezeiten macht das System attraktiv und ist ein großer, wenn nicht der größte Vorteil des Systems ÖPNV in der Kreisstadt“, urteilt der Fahrgastbeirat. Die zentrale Haltestelle Kaiserplatz sei auch im Nahverkehrsplan des Kreises Düren politisch verabschiedet und festgeschrieben, eine Aufgabe dieser Haltestelle sei nicht möglich. Der Beirat appelliert an die „Verantwortlichen im Stadtrat, das Vorhaben im Sinne der ÖPNV-Nutzer zu überdenken“.

Quelle: Dürener Zeitung vom 25.06.16

Verkehrshinweis – Sperrung der Tivolistraße wegen Baumaßnahmen an einem Bahnübergang – Bus Linie 213 wird umgeleitet

Sanierungsabreiten am Bahnübergang Tivolistraße, machen eine Sperrung zwischen der Rurstraße und Mariaweilerstraße notwendig. Die Buslinie 213 wird umgeleitet.

Aufgrund von Sanierungsarbeiten der Gleisanlage in der Tivolistraße, wird die Tivolistraße zwischen der Rurstraße und Mariaweilerstraße ab Montag, den 04.07.2016, ab Dienstbeginn bis einschließlich Samstag, den 09.07.2016, bis 15:00 Uhr voll gesperrt!

Die Linie 213 wird über Aachener Straße – Valencienner Straße umgeleitet!
Haltestelle Tivolistraße und Haltestelle Eiswiese in beiden Richtungen entfällt!
Ersatzhaltestelle für Tivolistraße: Kaiserplatz
Ersatzhaltestelle für Eiswiese: Haltestelle Rurbrücke, in der Aachener Straße oder Haltestelle Ellernbusch in der Valencienner Straße.

Quelle: Düren-Magazin vom 23.06.16

Die DKB vor hartem Wettbewerb

Der Nahverkehrsplan ist aufgestellt. Die Vergabe der Leistungen wird europaweit ausgeschrieben. Einstimmiger Beschluss des Kreistags. Was bedeutet das für Mitarbeiter und die Fahrzeugflotte?

von Stephan Johnen

Kreis Düren. „Nahverkehr aus einer Hand“ – dieses Motto hat sich der Kreistag auf seine Fahnen geschrieben. Mit dem neuen Nahverkehrsplan wurde am Donnerstag einstimmig die Grundlage beschlossen. Ob ab Januar 2018 aber die Fahrgäste noch in Busse der Dürener Kreisbahn einsteigen, ist offen. Der Kreistag hat sich einstimmig dazu entschlossen, alle Leistungen europaweit auszuschreiben. Die DKB, eine kommunale Eigengesellschaft, dürfte sich an der Ausschreibung beteiligen. Die Politik rechnet ihr offenbar auch gute Chancen aus, auf dem Markt zu bestehen. Doch es kann auch anders kommen, es kann ein Mitbewerber zum Zug kommen. Sobald die Ausschreibung veröffentlich wird, steht die Kreisbahn vor einem harten Wettbewerb.

7,5 Millionen Fahrplan-Kilometer

Der ursprüngliche Plan, die Leistungen direkt an die DKB zu vergeben, wurde kassiert. Etwa 7,5 Millionen Fahrplan-Kilometer sind Grundlage der europaweiten Ausschreibung. Nach aktuellem Stand bedient die Kreisbahn mit ihren 120 Mitarbeitern und 50 Bussen davon 2,8 Millionen Kilometer. 25 Prozent dieser Leistungen wiederum sind an Subunternehmer vergeben, die anderen Strecken im Kreis bedient der RVE. Um die Vorgabe einer Direktvergabe, mindestens 50 Prozent des Auftragsvolumens selbst zu bedienen, erfüllen zu können, hätte sich die Kreisbahn innerhalb kürzester Zeit „verdoppeln“ müssen.

Fakt ist: Aufgrund rechtlicher Vorgaben endet die Laufzeit der bisherigen Regelungen im Kreis Düren Ende 2017. Eine Neuvergabe muss also her. „Wir befragen den Markt und suchen das beste Angebot“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) auf Anfrage unserer Zeitung. Der Kreis Düren sei eine attraktive Region mit Potenzial, er rechnet damit, dass sich mindestens drei bis vier Unternehmen bewerben. Auch der DKB stehe der Weg offen. „Mit einer Ausschreibung erhalten wir einen realistischen Eindruck, was Nahverkehr für den Kreis Düren kostet“, sagte er auch mit Blick auf die Bemühungen, die Ausgaben zu senken. Derzeit wird die Kreisbahn zur Erfüllung ihrer Aufgaben jährlich mit 2,9 Millionen Euro aus dem Kreishaushalt unterstützt. Die RWE-Dividenden, die früher dazu eingesetzt wurden, sprudeln nicht mehr.

Eine Grundlage der Ausschreibung ist der Nahverkehrsplan, der von der Uniform über die Zahl der Busverbindungen und die Qualität und Größe der Fahrzeugflotte Qualitätsstandards bis ins Detail regelt. Zwingender Teil der Ausschreibung ist, dass DKB-Mitarbeiter, die Werkstatt und die zum Teil mit öffentlichen Mitteln geförderten Busse einbezogen werden. All dies soll in den kommenden Monaten geprüft und ausgearbeitet werden. Dem Vernehmen nach wäre es auch möglich, die „Marke“ DKB selbst unter einem neuen Dienstleister fortzuführen. Das mögliche Aus als kommunales Unternehmen müsste nicht das Aus einer DKB-Flotte auf den Straßen bedeuten. „Die Mitarbeiter wurden über die Ausschreibung informiert“, sagt Spelthahn. Er versichert: „Wir lassen niemanden zurück.“

Egal ob Direktvergabe oder Ausschreibung: In jedem Fall besteht die Möglichkeit, dass ein Mitbewerber innerhalb von drei Monaten nach der Ausschreibung die sogenannte Eigenwirtschaftlichkeit erklärt, also ohne Mittel der öffentlichen Hand wirtschaften kann. In solchen Fällen, zuletzt im Süden der Republik geschehen, haben die zuständigen Bezirksregierungen zugunsten dieser zum Teil völlig überraschend auftretenden Akteure entschieden. Verbindlich ist in jedem Fall die Umsetzung der im Nahverkehrsplan und in der Ausschreibung festgelegten Kriterien. „Ein Kontrollverfahren ermöglicht uns bei Nichtbeachtung Sanktionen bis hin zur Kündigung des Vertrags“, sagte Spelthahn.

„Die Mitarbeiter verstehen, was passiert“, sagte DKB-Geschäftsführer Hans-Peter Nießen auf Anfrage. Generell gelte: Die Kreisbahn kenne das System vor Ort und sei finanziell und personell gut aufgestellt. Die Entscheidung einer Bewerbung liege bei den zuständigen Gremien, wollte Nießen das weitere Vorgehen nicht kommentieren. Als kommunales Unternehmen könne die DKB nur innerhalb der Kreisgrenzen aktiv werden, „alternative“ Betätigungen ab 2018 gebe es folglich nicht.

„Die Mitarbeiter wurden über die Ausschreibung informiert.“ Landrat Wolfgang Spelthahn

Ausbau barrierefreier Haltestellen

Im gesamten Kreisgebiet soll in Zusammenarbeit mit allen Kommunen und dem Landes-betrieb Straßen NRW ein Haltestellenkataster angelegt werden. Ziel ist es, eine Gesamt-übersicht zur baulichen Situation zu bekommen. Diese Bewertung soll als Grundlage für eine Priorisierung des schrittweisen barrierefreien Ausbaus der Haltestellen dienen.

Quelle: Dürener Zeitung vom 23.04.16